Übersicht Lokale Änderungen (LVR 2014, An-/Abflugverfahren)
Wir haben für Sie nachfolgend die wichtigsten lokalen Änderungen in einer Übersicht zusammengefasst.

LOWW
Trotz adaptierter Lufträume rund um Wien (TMAs statt SRAs) sind die Sichtflugverfahren innerhalb der Kontrollzone Wien unverändert geblieben. Anwenderfreundlicher wurde die Struktur der Lufträume, es gibt nur mehr CTAs, TMAs und CTRs.

LOWL
In Linz gab es mit der LVR Novelle 2014 nur geringfügige Veränderungen. Einzig die Umbenennung von SRA auf TMA und eine Vereinfachung der Luftraumstruktur sind hier anzuführen. Die konkreten Informationen sind den neuen Sichtflugkarten zu entnehmen.

LOWG
Für den Flughafen Graz sind die Änderungen äußerst umfangreich: Es verändern sich Luftraumstruktur, Sichtflugverfahren und Instrumentenflugverfahren. Bei der Umstrukturierung der Lufträume wurden Lufträume, die nicht zwingend durch ATC genutzt werden, an die allgemeine Luftfahrt „zurückgegeben“ (Luftraumklasse „E“ oder „G“), jedoch im Gegenzug auch Bereiche, in denen IFR-Luftfahrzeuge operieren (im Speziellen IFR-Anflug- u. Abflugverfahren) durch freigabepflichtige Lufträume (=Luftraumklasse „D“) „umgeben“ und damit die betroffenen Nutzer geschützt.


LOWI  
Die Lufträume im Westen von Österreich (Vorarlberg bis Salzachtal) wurden mit den ortsansässigen Luftraumnutzern abgestimmt. Die bestehenden Lufträume, die von den Aufwindsportarten genutzt werden, sollten so gut wie möglich erhalten werden. Daraus folgend wurden alle bisher als abgesonderte Bereiche definierten Segel/ Para- und Hängegleitergebiete zu TRAs. Dort gelten großteils dieselben Nutzungsbedingungen wie bisher. Es sind das die drei Segelfluggebiete nördlich von Innsbruck und alle Höhensegelfluggebiete.  

Die CTAs Arlberg wurde unverändert beibehalten, die CTA Großglockner wurde um den „Pinzgauer Spaziergang“ und die „Gerlos“ (die wichtigsten Streckensegelflugbereiche) erweitert. Der Bereich „Acherkogel“ südwestlich Kütai wurde freigegeben. Die SRA 5 wird umbenannt zu TMA LOWI 5 und um den Bereich „Wilder Kaiser“ verkleinert. Die CTAs Innsbruck Ost West und Süd, CTA Hallein, Salzburg und Bregenz wurden zusammengefasst. Kernstück der freigabepflichten Lufträume zum Schutz der Instrumentenanflüge nach Innsbruck bleiben die Bereiche um RTT, statt der SRAs wurden dort die TMAs 4 und 5 festgelegt mit derselben Luftraumklassifizierung wie bisher.  

Die wesentlichste Neuerung ist der RNP AR-Anflug von Westen zur Piste 08, der den bisherigen GNSS-Anflug (ein Wolkendurchstoßverfahren) von Westen ablöst bzw. ergänzt. Zum Schutz dieser Anflüge wurden die TMAs 1, 2 und 3 westlich von Telfs unter Rücksichtnahme auf die verschiedenen Flugsportarten so klein wie möglich, als freigabepflichtige Lufträume definiert; d.h. dass dort wo Sichtflüge bisher auf freiwilliger Basis Funkkontakt hergestellt haben, um Verkehrsinformationen einzuholen, geschieht dies nunmehr, um Freigaben und Verkehrsinformationen einzuholen. Die Untergrenzen für Luftraum Klasse D liegen dabei für die TMA 1 in 7.000 ft MSL, für die TMA 2 in 9.000 ft MSL und für die TMA 3 in 10.500 ft MSL. Um Streckenflüge von Para- und Hängegleitern weiter zu ermöglichen, wird eine neue TRA „Holzleitensattel“ angeboten.  

Im Sinne eines ausreichenden Schutzes für Instrumentenflüge durch Nutzung der modernen Technologien an Bord, wurde im Westen vom Inntal nordwärts bis zur deutschen Bundesgrenze eine TMZ (Transponder Mandatory Zone) West mit Untergrenze 11.000 ft MSL (but at least 1.500 ft GND) und im Osten von Zell am Ziller über Mittersill nach Lofer eine TMZ Ost mit derselben Untergrenze errichtet.   



LOWS
Die CTR Salzburg im Norden wurde verkleinert. Die TMA Salzburg und CTA Hallein werden ersetzt durch die TMA LOWS 1,2,3,4,5. Dadurch werden die IFR Anflugverfahren von Süden mit Luftraum D geschützt, zugleich wird den Hänge-/ Paragleitern und Segelfliegern südlich von LOWS aber größtmögliche Freiheit im Luftraum E gewährleistet. Die bisher definierten SRAs fallen weg.

Neu ist ein Luftraum D 6.500 ft/TMA LOWS 6 östlich der jetzt bekannten TMA LOWS, um die IFR An- und Abflugverfahren von und nach Osten zu schützen. Der definierte Luftraum E/D/C auf deutschem Gebiet bleibt unverändert. Für Flugsportaktivitäten wurden die Hänge-/Paragleitergebiete Gaisberg und Schwarzenberg jeweils als TRA Gaisberg und TRA Schwarzenberg A+B festgelegt; im Norden wurde für Streckensegelflieger die TRA LOWS N errichtet.

Die VFR Verfahren zum Flughafen Salzburg bleiben unverändert.

LOWK
Im Zuge der LVR-Novelle 2014 kommt es mit auch zu Änderungen des Luftraumes rund um den Flughafen Klagenfurt. Für VFR-Flüge wesentlich ist die Erweiterung der CTR Klagenfurt nach Osten und nach Südwesten, die auch eine Implementierung neuer VFR-Meldepunkte notwendig macht. In diesem Zusammenhang wurden auch die bisherigen Meldepunkte evaluiert und an die geänderten Gegebenheiten (z.B. bessere Auffindbarkeit aus der Luft) angepasst.

Für die IFR-Luftfahrt beginnt mit dem 11. Dezember ebenfalls ein „neues“ Zeitalter: Zusätzlich zum bereits bestehenden ILS-CAT III Anflug auf die Piste 28 sind ab diesem Tag 2 neue RNAV/ GNSS-Anflüge für die Pisten 10 und 28 verfügbar, wobei speziell der RNAV/GNSS Anflug auf die Piste 10 bei stärkerem Ostwind und tiefer Bewölkung durch das, im Vergleich zum bisherigen NDB-Anflug, signifikant niedrigere Minimum eine stark verbesserte Anfliegbarkeit aus dem Westen bietet.
 
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